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Theater im Neuen Europa

Das vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds geförderte Projekt ist die kontinuierliche Entwicklung einer internationalen Kooperation von künstlerischen und künstlerisch-wissenschaftlichen Institutionen in der Tschechischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland. Das Projekt wurde im Jahr 2002 von Dr. Erhard Ertel und Dr. Jan Roubal von den theaterwissenschaftlichen Instituten der Freien Universität Berlin bzw. der Palacky Universität Olomouc initiiert. Zielsetzung war und ist es, audiovisuelle Theaterdokumentationen zeitgenössischer Theaterproduktionen in enger Zusammenarbeit von deutschen und tschechischen Studenten zu erstellen. Als ideale Gelegenheit der Zusammenarbeit erwies sich das Internationale Theaterfestival DIVADLO in Plzeň, welches u.a. eine große Zahl osteuropäischer Theaterproduktionen präsentiert und eine wichtige Rolle bei der internationalen Vermittlung der Theaterkulturen der neuen EU-Mitglieder spielt.

Im Jahr 2008 übernahm die Janáček-Akademie für Musik und Darstellende Kunst Brünn die Kooperation auf tschechischer Seite. Dieser Wechsel eröffnete neue Perspektiven für die praktische Zusammenarbeit und den Austausch.

Seit 2010 ist das Internationale Theaterinstitut Deutschland als vierter ständiger Partner mit dem Projekt verbunden. Als öffentliches Dokumentationszentrum für Tanz und Theater stellt das ITI für das Projekt eine zentrale Schnittstelle zur Öffentlichkeit bereit. Neben der Mitarbeit bei den Aufzeichnungen in Plzeň ist die Mediathek der Ort, an dem kontinuierlich alle Aufzeichnungen von einem großen Interessentenkreis rezipiert werden können.

Von Beginn an ist das deutsch-tschechische Projekt offizieller und unterstützter Bestandteil des Internationalen Theaterfestivals in Plzeň. Jährlich werden ausgewählte Gastspiele traditioneller und alternativer Theaterarbeit im Rahmen des Festivals aufgezeichnet. Das Endprodukt ist eine DVD-Reihe mit allen aufgezeichneten Aufführungen, dessen Nutzung im Rahmen theaterwissenschaftlicher Ausbildung und Forschung in beiden beteiligten Ländern, im Rahmen von Veranstaltungen und Ausstellungen sowie im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Festivals erfolgt.

Im Prozess der nunmehr 15jährigen Dokumentationstätigkeit ist ein Videoarchiv von ca. 300 Theateraufzeichnungen entstanden. In Reflexion der mit diesem Projekt verbundenen Erfahrungen, Kontakte und Arbeitsergebnisse entstanden erste Ideen für das Projekt PASSAGE 23°E.