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Bewegung im Bild

Während für Bibliotheken und Museen längst umfassende Digitalisierungsoffensiven existieren, ist die Digitalisierung für audiovisuelle Archive und Sammlungen immer noch ein weitgehend ungelöstes Problem. Viele Institutionen beherbergen nicht nur eine beträchtliche Anzahl an Unikaten und raren audiovisuellen Dokumenten, ihre Arbeit steht generell vor der beständigen und in Teilen dramatischen Herausforderung, die immer kürzeren Verfallszeiten ihrer Medien mit den bislang sehr begrenzten Ressourcen in Beziehung zu setzen.

Im Rahmen des Digitalisierungsprojekts zur Zugänglichmachung von audiovisuellen Beständen aus den frühen Jahren der Tanzfabrik Berlin (Titel: „Whodidwhattowhomwasneverreallyclear...“) nimmt der Workshop „Bewegung im Bild“ insbesondere das Kulturelle Erbe der Darstellenden Kunst in den Blick. Welchen Wert und Kontext besitzen audiovisuelle Aufzeichnungen für die Wahrnehmung und Interpretation von Aufführungen in Tanz und Theater? Wie können sie beitragen zur Zugänglichmachung dieses immateriellen Kulturellen Erbes?

Anmeldung wird per Mail erbeten bis zum 15.11.2017

 

Programm:

 

14.00 Begrüßung

Michael Freundt, stellvertretender Direktor des Zentrum Bundesrepublik Deutschland des Internationalen Theaterinstituts

 

14.15: „Whodidwhattowhomwasneverreallyclear...“

Das Kooperationsprojekt zur Digitalisierung audiovisueller Bestände aus den frühen Jahren der Tanzfabrik Berlin

Thilo Wittenbecher, Koordinator Mime Centrum Berlin am Internationalen Theaterinstitut

Stephan Dörschel, Leiter des Archivs Darstellende Kunst der Akademie der Künste, Berlin

Dr. Kirsten Maar, Tanzwissenschaftlerin an der Freie Universität Berlin

Ludger Orlok, Künstlerischer Geschäftsführer der Tanzfabrik Berlin

 

15.00: Impuls

Vorstellung von audiovisuellen Objekten aus Sammlungen und Archiven zu Theater und Tanz

 

15.30 Panel 1: Das Video als Dokument der Darstellenden Künste

Produktion und Rezeption von Videoaufnahmen zur Dokumentation und Repräsentation von Tanz und Theater bergen eine Vielzahl an Fragen, Problemen und Kontexten: Was kann das Video von einer Aufführung wiedergeben; wie stehen audiovisuelles Dokument und „Werk“ zueinander? Für wen besitzen Theater- und Tanzaufzeichnungen eine weiterwirkende Bedeutung und Funktion, welcher Kontexte bedürfen sie für die verschiedenen Ebenen und Formate ihrer Rezeption?

 

Andrea Keiz, Videodokumentaristin und Freie Künstlerin im Bereich Tanz

Dr. Erhard Ertel, Theaterwissenschaftler, Videodokumentarist im Bereich Theater

Cornelia Schmitz, Musik- und Theaterwissenschaftlerin, laufendes Promotionsprojekt zu audiovisuellen Aufzeichnungen als Instrumente der Aufführungsanalyse von Musiktheater (Freie Universität Berlin). www.ueberreste.com

 

Moderation: Dr. Susanne Foellmer, Reader in Dance, Centre for Dance Research, Coventry University

 

17.30 Panel 2: Audiovisuelle Dokumente und Archiv

Als wesentlicher Bestandteil fast aller Kulturarchive sind audiovisuelle Dokumente ein oft schwieriger Gegenstand in Hinblick auf Erhalt und Digitalisierung, Verzeichnung und Zugang. Der besondere Umgang mit diesen Dokumenten wird in diesem Panel thematisiert, das aufmerksam machen will auf die Komplexität des audiovisuellen Erbes in unseren Archiven und die Probleme seiner beständigen Transformation und Erhaltung.

 

Prof. Martin Koerber, Leiter des Filmarchivs der Deutschen Kinemathek

Dr. Karl-Heinz Frommolt, Kustos des Tierstimmenarchivs am Museum für Naturkunde und Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung

Prof. Dr. Jan Lazardzig, Professor für Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin

Moderation: Christine Henniger, Thilo Wittenbecher, Internationales Theaterinstitut, Zentrum Deutschland

 

19.00 Für den Erhalt des audiovisuellen Erbes in den Kulturarchiven !
Diskussion und Ausblick

Moderation: Michael Freundt, Internationales Theaterinstitut, Zentrum Deutschland

 

 

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